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Typografische Gestaltungsmittel für Texte im WWW

Das Lesen am Bildschirm ist mühsamer als das Lesen von Papier daher muss ein Bildschirm tauglicher Text anders beschaffen sein als Texte für Printmedien. Wir sagen Ihnen, wie Sie die Leserlichkeit ihrer Texte am Bildschirm erhöhen können.

Gestalterische Elemente

  • Überschriften, Zwischenübeschriften, Schlüsselwörter und -sätze werden typografisch bzw. farblich ausgezeichnet.
    Der User lenkt seinen Blick sofort auf das, was für ihn als wichtig markiert ist. Er erkennt eine Hierarchie und kann eine erste Auswahl treffen.

  • Umrandungen und dezent farbige Flächen grenzen verschiedene Inhalte voneinander ab.
    Die visuelle Struktur orientiert den User inhaltlich. Er wird beim Sehen geführt.

  • Abstände und weiße Flächen trennen Bereiche verschiedener Qualität voneinander und lockern auf.
    Der Textbereich hebt sich als Figur klar vom Hintergrund ab und wird besser wahrgenommen. Das Auge schätzt kleine Ruhezonen.

  • Aufzählungen werden als „Listen“ (mit Aufzählungspunkten oder Zahlen) kenntlich gemacht.
    Es liegen strukturierte Informationen vor. Die Lesezeit reduziert sich.

  • Trennlinien kennzeichnen unterschiedliche Bereiche.
    Es wird klar, wann eine neue Sinneinheit beginnt. Die Struktur wird merkfähig und ist gedächtnisfreundlich.

  • Verbindungslinien stellen Zusammenhänge zwischen verwandten Bereichen her.
    Der User wird beim Sehen geführt. Er erkennt sofort das Ähnliche, kann eine logische Verknüpfung herstellen. Dadurch erhöht sich die Merkfähigkeit.

  • Die Zeilen werden kurz gehalten und können innerhalb von 1,5 Sekunden gelesen werden. Sie laufen über nicht mehr als 60-80 Zeichen pro Zeile (ca. 8-12 Wörter)
    Das sensorische Gedächtnis findet den Anfang der nächsten Zeile und erhält das nötige visuelle Signal.

  • Der Text wird linksbündig ausgerichtet.
    Das gibt beim Lesen Halt. Blocksatz bewirkt unschöne Zwischenräume und erschwert das Lesen. Bei zentriertem Text muss jeder Zeilenanfang neu gefunden werden.

  • Der Text ist statisch.
    Blinkender oder beweglicher Text ist schwer zu entziffern, wirkt sich nachteilig auf die Lesbarkeit aus.

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